Fußböden

AA Fußböden

Bodenbeläge müssen grundsätzlich rutschhemmend  ausgeführt und leicht zu reinigen sein.

Rutschhemmung von Bodenbelägen in Kindertageseinrichtungen
Räume und Verkehrswege   Bewertungsgruppe der Rutschgefahr (R-Gruppe)
Eingangsbereich, innen
R 9
Eingangsbereich, außen R 11 oder R 10 und V 4*
Treppe, innen R 9
Treppe, außen R 11 oder R 10 und V 4*
Gruppen-, Gruppennebenräume R 9
Bewegungsraum
R 9
Bastel- und Handarbeitsräume R 9
Fachräume für Werken
R 10
Sanitärräume/Wickelräume** R 10
Pausen- und Aufenthaltsräume R 9
Küchen für die Gemeinschaftsverpflegung / Spülräume
R 11
Auftau- und Anwärmküchen R 10
Kinderküchen R 10
Kaffee- und Teeküchen R 10
Speiseräume R 9

* Verdrängungsraum mit Kennzahl für das Mindestvolumen
** Für Fußböden in barfuß begangenen Nassbereichen siehe Informationsbroschüre „Bodenbeläge für nassbelastete Barfußbereiche“ (DGUV Information 207-006).
Quelle: Tabelle in Anlehnung an ASR A1.5/1,2 Fußböden 

Genauso wichtig wie die Verlegung rutschhemmender  Böden ist deren Pflege. Es ist daher darauf zu achten, dass die Böden nach   Herstelleranleitung gereinigt und gepflegt werden. Zugunsten einer leichten Reinigung  empfiehlt sich grundsätzlich ein Bodenbelag, der leicht abgefegt und feucht gewischt  werden kann.

Stolpergefahren, die z. B. durch unterschiedliche  Bodenhöhen oder unterschiedliche rutschhemmende Bodenbeläge entstehen können,  müssen vermieden werden. In Gebäuden gilt ein Höhenunterschied von mehr als 4 mm als Stolperstelle. Ziel ist also, Höhenunterschiede zu vermeiden oder zu  minimieren; dies gilt auch für Einbauten wie umlaufende Türrahmen. Spielteppiche sollten wegen der Stolpergefahr möglichst nicht in Laufbereichen ausgelegt werden.

Viele  Aktivitäten der Kinder finden auf dem Fußboden statt. Darüber hinaus können  sich Kleinstkinder nur auf dem Boden krabbelnd fortbewegen. In diese  Aufenthaltsbereiche sollten daher Bodenaufbauten und -beläge eingebracht werden, die die Wärmeableitung über   Körperkontaktflächen (Füße, Hände, Po)  möglichst gering halten. Dazu   benötigt man sowohl einen gut isolierenden Bodenaufbau als auch einen   als körperwarm empfundenen Bodenbelag.


Während der Heizperiode kann man eine angenehme  Fußwärme über eine verbaute Fußbodenheizung erreichen; außerhalb der  Heizperiode wird dasselbe Ziel ausschließlich über eine gute  Wärmedämmung durch funktionales Zusammenspiel von Bodenaufbau und geeigneten  Boden­belägen erreicht. Daher wird insbesondere in Gruppen-  und Gruppen­nebenräumen von keramischen oder  Natursteinbelägen abgeraten.

Lassen  sich Einzelstufen in Aufenthaltsbereichen der Kinder nicht vermeiden, müssen  sie von angrenzenden Flächen deutlich unterschieden werden. 

Deutliche Unterscheidungsmerkmale sind z. B.:

  • Kontrast durch Farbgebung
  • Wechsel in der Materialstruktur
  • Stufenbeleuchtung