Bewegungsförderung

M Bewegungsförderung

Bewegung ist der Motor für die Entwicklung der Kinder. Die Förderung der Wahrnehmung erfolgt in besonderer Weise über und durch Bewegung. Je vielfältiger und abwechslungsreicher die Bewegungsmöglichkeiten für die Kinder sind, desto vielfältiger und intensiver wird auch die Wahrnehmung geschult und desto leistungsfähiger wird das Gehirn.

Diese untrennbare Einheit von Sinnes- (sensorischen) und Bewegungs- (motorischen) Handlungen kommt auch im Begriff Sensomotorik zum Ausdruck. Sensomotorische Erfahrungen bilden nach Piaget die Grundlage der kindlichen Entwicklung, vor allem auch der Entwicklung der Intelligenz und des Aufbaus des logischen Denkens.

Alle (Bewegungs-) Erfahrungen, die ein Kind tagtäglich macht, helfen ihm, Wissen über die Eigenart und Einmaligkeit des eigenen Wesens zu sammeln und zu organisieren. Insbesondere Kleinkinder lernen in starkem Maße über Bewegung. Deshalb sind grundsätzlich Bewegungsräume so wichtig. Das betrifft auch die bewegungsfreundliche Ausstattung aller Räume, in denen sich Kinder aufhalten, und eine Vielfalt an Bewegungsangeboten, bei denen die Freiwilligkeit und Eigentätigkeit des Kindes entscheidend sind.

Angebote zur Bewegungsförderung können auch außerhalb der Kindertageseinrichtung stattfinden. Hier finden Sie Hinweise zu Ausflügen in den Wald oder zur Wassergewöhnung in Kindertageseinrichtungen.

Fortbewegung bedeutet Ortsungebundenheit, was dem Kind eine aktive Eroberung seiner Umwelt und damit neue Erfahrungen ermöglicht. Die Angst vor Unfällen sollte nicht dazu führen, das Bewegungsbedürfnis der Kinder grundsätzlich einzuschränken.

Sicherheit und Risiko schließen sich nicht aus: Mit wachsender Selbstständigkeit suchen Kinder neue Herausforderungen und gehen auch riskante Situationen ein. Auch wenn nicht immer von Anfang an alles gelingt, sie entdecken dabei verschiedene Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten und meistern die selbst gewählten Situationen irgendwann. Kleine Risiken müssen von den Kindern selbst erlebbar und erlernbar sein, damit werden sie beherrschbar und einschätzbar. Ein überschaubares Risiko im Spiel der Kinder muss daher ermöglicht werden. Damit erwerben sie zunehmend Autonomie und Kompetenz.

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