Sicherheitstechnische Anforderungen

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Stoßdämpfende Materialien (Fallschutzmaterial)

Unter allen Spielplatzgeräten müssen stoßdämpfende Böden über die gesamte Aufprallfläche vorgesehen werden, wenn die freie Fallhöhe mehr als 60 cm beträgt. Bei erzwungenen Bewegungen, z. B. bei Schaukeln, Rutschen und Wippgeräten, ist der Fallschutz immer erforderlich.

Die Anforderungen an die Beschaffenheit des Fallschutzes ergeben sich grundsätzlich aus der möglichen freien Fallhöhe.

Anforderungen für Bodenmaterial:

  • Bis 60 cm Fallhöhe sind alle Böden, auch die aus Stein, Beton und Bitumen, erlaubt. Diese Böden sind jedoch für viele Aktivitäten nicht empfehlenswert.
  • Bis 1 m Fallhöhe ist Oberboden (Naturboden) zulässig.
  • Bis 1,5 m Fallhöhe kann Rasen verwendet werden. Ein wirksamer Fallschutz durch Rasen ist normalerweise nur gegeben, wenn eine geschlossene Rasendecke dauerhaft vorhanden ist. Dies kann häufig von Witterungseinflüssen, wie Frost oder Hitze sowie der starken Beanspruchung (z. B. unter Schaukeln) nicht gewährleistet werden, so dass besonderes, stoßdämpfendes Material eingesetzt werden muss.

  • Ab 1,5 m Fallhöhe sind immer Fallschutzmaterialien mit stoßdämpfenden Eigenschaften einzusetzen.

Folgende Materialien weisen stoßdämpfende Eigenschaften auf:

  • Holzschnitzel (Korngröße 5 mm bis 30 mm)
  • Rindenmulch (Korngröße 20 mm bis 80 mm)
  • Sand, gewaschen (Korngröße 0,2 mm bis 2 mm)
  • Kies, rund und gewaschen (Korngröße 2 mm bis 8 mm)
  • Synthetischer Fallschutz
    (Fallschutzplatten u. a., geprüft nach DIN EN 1177)